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von

Stephan Leuenberger

Frühe Vorgeschichte

Die ersten Namensträger die nachweislich den Zunamen Leuenberger trugen, treten um das Jahr 1257 aus der Anonymität des Mittelalters in die Öffentlichkeit. In einer Urkunde waltete ein Jordanus de Lownberch, Bürger von Burgdorf als Zeuge.

Am 17. Juli 1321 verkaufen Johannes von Schönerlen und Johannes von Lœwenberg, der jüngere, und seine rechtmäßige Gemahlin Elisabeth, Bürger zu Burgdorf eine Schuppose in dem inneren Longeswyl bei Herzogenbuchsee an das Kloster St. Urban. Als Zeugen unter Anderen Johannes de Lœwenberg senior.P

 

Eine Weitere Urkunde vom 27. Oktober 1367 nennt ein Johannes Lœwenberg von Weckersweinde, Burgere zu Burgdorf als Zeuge.

1439 verkauft die Stadt Bern  dem Hensli  Kalteneck, Nickli Kübli und dem Clewi Löüwenberger einen Teil der Vogtei Walterswil als frei, ledig und eigen. Der Kaufbrief nennt uns nur die Grenzen welche die Vogtei umfasst, nennt aber die Güter die verkauft wurden  nicht. Dieser untere Teil der Vogtei Walterswil, verblieb im Gericht Ursenbach und in der Landvogtei Wangen. Clewi Löüwenberger  erwarb von Bern nicht eine Liegenschaft, sondern Anteile an jenen Rechten die Bern 1438 tauschweise von Henmann von Spiegelberg erworben hatte, wie Wasserrechte, Anteile an gemeinsamen Allmendland und Wald usw. innerhalb der neuen Grenzen.

das si und ir nachkommen den twing und banne mitt kilchensatz für ir fry, lidig eygen sullend haben, nutzen und niessen……. Mitt allem recht, nutz und ehaftigi, so dar zuo gehöret, es sey mitt gericht, mitt leyenzechenden, mitt holtz, mit feld, mit den besunderen höltzern, die zuo dem twing gehörend, mitt mülihofstatt, mit vogtyen, mit landgarben, mitt twinghaber und twinghuenren, mitt wasser, mitt wasserrunsen, mit vyschentzen, mit wunne, mitt weyde, mitt grund, mitt grätt und mitt allem dem nutz

Der andere Teil der Vogtei, ausserhalb der neuen Grenzen, verkauft Bern gleichentags dem Deutschherrenorden Sumiswald. Es sind die Hüfe Gründen, Wiggisberg und Schmidigen.  Diese Höfe gehören nun fortan  zum niederen Gericht Affoltern und in die Landvogtei Trachselwald.  Der Komtur von Sumiswald hat also von Bern keine Gerichtsrechte und keine Kirchenrechte erworben sondern nur die Höfe als ihr lediges , freies Eigen. Die Bodenzinsen waren nun von den  Hofbesitzern dem Deutschherrenhaus zu Sumiswald abzuliefern. Daraus ist zu schliessen, dass Clewi Löüwenberger nicht als Käufer eines dieser Höfe zu betrachten ist. Besteht zwischen ihm und einem dieser Höfe einen Bezug so ist dieser höchstens in Form eines bäuerlichen Lehens zu betrachten, das wohl als Besitz bezeichnet werden könnte, nicht aber als Eigentum.

 

1453/ 54 Tauschen die  geistlichen Frauen von Rüegsau einen Bodenzins von einem Bernmüt Haber,  der auf dem Gut von Henslis Löwenbergers Kindern, Henmann und Grettli im Loch bei Weckerschwend lastete, gegen einen gleichen Bodenzins auf dem Gut   Rachisberg, Gemeinde Heimiswil und Kirchgemeinde Oberburg.

Nur wenige Jahre danach, am 1. März 1459 verkauft Clewi Löwenberg von Weckerschwend im Namen seines damals schon verstorbenen Bruders, Uli  Leüwenberger, im Namen dessen Kindern  und mit Wissen deren Beistandes, dem Cuni von Hecklingen das Gut Rachisberg in Heimiswil in der Kirchgemeinde Oberburg um 60 rheinische Gulden als für frei, ledig und eigen mit allen Zugehörten.

Im Jahre 1495 geraten Peter Lewenberg, Hans Steiner und seine Mithaften auf Juchten bei Weckerschwend mit dem Propst Johann Dietrich von Wangen wegen Jahrzeitzinsen in Streitigkeiten. Nach dem sich die beiden Parteien  nicht einigen konnten, bat der Probst von Wangen Schultheiss und Rat der Stadt Bern um Hilfe.

Juchten liegt auf 687 m ü. M. am Westhang des Lindenberges über dem Mutzbachtal in der Region Weckerschwend in der Kirchgemeinde Seeberg. Güter zu Juchten befanden sich im Mittelalter im Eigentum der Benediktinerabtei zum Heiligen Kreuz in Trub und werden durch dessen Propstei in Wangen a. A. verwaltet. Auf diesen Höfen lastete ein Jahrzeitzins von 30 Schilling, 15 Schilling für Peter Lewenberg und 15 Schilling für Hans Steiner und seine Mithaften, zu Gunsten der Propstei Wangen. Als der Propst diesen Jahrzeitzins auf Grund des Jahrzeitbuches der Propstei Wangen auf Juchten einziehen wollte, weigerten sich  Peter Lewenberg und Hans Steiner diesen zu bezahlen.

 

Am 25. Oktober 1532 anerkennt Hans Curt in Melchnau eine jährliche Zinspflicht von 2 Mütt Dinkel und 7 Schilling ab der sogenannten Leuenbergerschuppose zu Melchnau dem Hans Leuenberger zu Walterswil und seiner Schwester Elsa Leuenberger zu Auswil schuldig zu sein.

 

1588 erwähnt der Landvogt Kunrath von Wangen in einem Spruchbrief Hans Löwenberger als Vertreter der Gemeinde Walterswil.

 

1602 heiratet Uly Löüwenberger von Walterswil Maria Wild die Wittfrau des verstorbenen Müllers vom Lindenholz, Beat Käser. Über seine genaue Herkunft können wir nur Mutmassen. Als er 1643 verstarb hinterließ er seiner Frau und seinen 12 Kindern neben einem großen Grundbesitz in Melchnau, Madiswil, Lindenholz und Walterswil die Mühlenlehen von Melchnau und Madiswil.  Die Mühle und das Gut Lindenholz bilden fortan bis zum heutigen Tag das Stammhaus der Familien Leuenberger von Leimiswil.

 

 

 

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Urkunde von 1257 StAB Fach Siggnau

Foto Stephan Leuenberger